Gefährdungsanalyse/
Gefährdungsbeurteilung

Schlüsselwörter:
Bedrohungs- und Gefahrenart, betriebliche Gewaltprävention, Gefährdungsanalyse, Gefahrenbewertung

Laut Statistiken der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherungsträger (DGUV) ist bundesweit eine Zunahme der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Zusammenhang mit Aggressionshandlungen zu erkennen. 5,4 % der Unfallmeldungen an die DGUV erfolgen, weil die Angestellten an extrem belastenden Arbeitssituationen leiden. Die Mehrzahl ist verursacht durch Gewalttaten. In einzelnen Arbeitsbereichen liegt der Anteil der durch Gewaltereignisse verursachten Unfallmeldungen inzwischen im zweistelligen Bereich. Besonders betroffen sind Sparkassen, Bahnen, Ausländer-, Justiz- und Sozialverwaltungen.

In psychiatrischen Fachkliniken und Pflegeheimen sind gewalttätige Übergriffe gegen Mitarbeiter sogar hauptsächlicher Unfallschwerpunkt. Der Anteil von Übergriffen an der Gesamtzahl der gemeldeten Arbeitsunfälle beträgt hier bis zu 50 %. Im Rahmen der Fürsorgepflicht ist der Arbeitgeber dazu angehalten, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die jeden Beschäftigten vor Gefahren für Leib, Leben und Gesundheit schützen. Entsprechend sind betriebliche Voraussetzungen für einen sicheren und gewaltfreien Arbeitsplatz herzustellen.

Ausgangspunkt gelingender betrieblicher Gewaltprävention ist eine systematische Analyse und Beurteilung der Bedrohungs- und Gefahrenart in der Einrichtung. Eine professionell durchgeführte Gefährdungsanalyse identifiziert die Gefährdungsstufe und verifiziert die aggressionsbegünstigenden Faktoren.

Im Anschluss können, unter Berücksichtigung der institutionellen Gegebenheiten, Handlungsempfehlungen und Verhaltensstrategien für den Umgang mit aggressiver Klientel abgeleitet werden.

Das Tagesseminar ist als Inhouseveranstaltung konzipiert.